Wie werde ich Feuerwehrmann/-frau?

Details

(Bestimmungen/Vorgaben für Freiwillige Feuerwehren)

Voraussetzungen für die Aufnahme in den Feuerwehrdienst:
Mindestalter: 12 Jahre
Körperlich gesund
Geistig gesund
Mindestgröße: nicht vorgeschrieben
Ende des aktiven Dienstes: mit Vollendung des 60. Lebensjahres (Ausnahme: Kreisbrandrat)

"Arbeitsbedingungen"
Persönliche Schutzausrüstung wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Erstattung aller Auslagen bei externen Aus-/Fortbildungsveranstaltungen.
Kostenlose ärztliche Untersuchen, soweit diese für den Feuerwehrdienst vorgeschrieben sind
Versicherungschutz bei allen Tätigkeiten im Feuerwehrdienst.
Bestmögliche Versorgung bei Personenschäden (Lohnfortzahlung, Rentenanspruch, etc.)
Diverse Vergünstigungen / günstigere Tarife (z.B. Mobiltel.-Provider)

Grundausbildung:
Mindestalter: 16 Jahre
Grundlehrgang "FwDV2 - Teil 1
1. Hilfe-Kurs (8 Doppelstunden)
Leistungsabzeichen "Die Gruppe im Löscheinsatz" - Stufe 1

Fort- und Ausbildungsmöglichkeiten:
Nach Abschluß der Grundausbildung bietet die Feuerwehr die verschiedensten Aus- und Fortbildungslehrgänge an.
Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen ist meist freiwillig (F); einige Fortbildungsmaßnahmen müssen (M) jedoch von allen Aktiven absolviert werden.
Ein weiterer Aspekt, von dem die Teilnahme an Lehrgängen abhängt, ist die eingeschlagene "Laufbahn" (L) bzw. die im Feuerwehrdienst übernommene Funktion (s. "Dienstgrade" und "Dienststellungen" weiter unten).

Lehrgänge finden statt:

  • in der eigenen Feuerwehr
  • auf Unterkreisebene
  • auf Inspektionsbereichebene
  • auf Landkreisebene
  • an den Bay. Landesfeuerwehrschulen (in Würzburg, Regensburg und Geretsried)

Nachfolgende (unvollständige) Tabelle soll (von unten nach oben) zeigen, wie z.B. ein Lehrgang auf den anderen aufbaut bzw. welche Ausbildung Voraussetzung für den (nächst höheren) Lehrgang darstellt:

  Örtlicher
EinsatzLeiter
(ÖEL)
   
  Führer von Verbänden    
Ausbilder für
Atemschutz-
geräteträger
Zugführer   Leiter der UG_ÖEL
oder KomFü
ABC-Schutz
Atemschutz-
gerätewart
Gruppenführer Gerätewart stv. Leiter der
UG_ÖEL/KomFü
Strahlenschutz
CSA-Träger Staffelführer Fahrsicherheits-
training
Mitglied UG_ÖEL
oder KomFü
Fortbildung (THL)
Atemschutz-
geräteträger
Truppführer-
ausbildung
Maschinist Funksprechaus-
bildung
Technische
Hilfeleistung (THL)
Feuerwehrgrundausbildung (FwDV2 - Teil 2) (M)
Feuerwehrgrund-
ausbildung (FwDV2 - Teil 1) inkl. 1.Hilfe-Grundausbildung (M)

Anfallende Kosten (z.B. Lohnausfall, ärztliche Untersuchungen) für Lehrgänge übernimmt grundsätzlich die Kommune. Einige Lehrgänge werden auch im Privatleben bzw. außerhalb des Feuerwehrdienstes anerkannt - so kann z.B. der 1.Hilfe-Kurs, welche bei der Feuerwehr benötigt wird - beim Erwerb des Führscheins geltend gemacht werden.

Leistungsabzeichen
Um die Einsatzbereitsschaft und Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen, gibt es bei der Feuerwehr die Möglichkeit, in regelmässigen Abständen eine Leistungsprüfung abzuglegen.

Nachfolgende Aufstellung gibt (von unten nach oben) Auskunft über die einzelnen Arten und Stufen der Leistungsprüfungen.

  Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 6)
  Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 5)
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 6) Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 4)
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 5) Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 3)
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 4) Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 2)
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 3) Die Gruppe im THL-Einsatz (Stufe 1) - Mindestalter: 18 Jahre
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 2)
Die Gruppe im Löscheinsatz (Stufe 1) - Mindesalter: 16 Jahre
Deutsche Jugendleistungsspange - Mindestalter: 16 Jahre (Teilnahme freiwillig)
Bayerische Jugendleistungsspange - Mindestalter: 14 Jahre (Teilnahme freiwillig)

Bei den Leistungsprüfungen ("Löscheinsatz", "THL - technische Hilfeleistung" und "Jugendleistungsspange") sind theoretische und praktische Aufgaben innerhalb eines Zeilimits richtig zu lösen.

Hierarchien / Befehlsstukturen
Bei der (Freiwilligen) Feuerwehr wird zwischen Dienststellungen und Dienstgraden unterschieden. Dienststellungen entsprechen den Positionen/Funktionen die ein Mitglied der Feuerwehr inne hat. Bei den Dienstgraden handelt es sich um "Ränge", vergleichbar mit Dienstgraden der Polizei. Die Anzahl Dienstgrade (innerhalb einer Feuerwehr) pro Rangstufe richtet sich nach der Anzahl aktiver Mitglieder. Ausschlaggebend für die Befehlhierachie sind die Dienststellungen.

Nachfolgende Darstellung zeigt (von unten nach oben) die Dienststellungen/Funktionen und Dienstgrade.

Dienststellungen
(Funktionen)
  Dienstgrade
(im Voraus bestimmter)
Örtlicher Einsatzleiter (ÖEL)
  Hauptbrandmeister (HBM)
Kreisbrandrat (KBR)   Oberbrandmeister (OBM)
Kreisbrandinspektor (KBU)   Brandmeister (BM)
Kreisbrandmeister (KBM)   Hauptlöschmeister (HLM)
Kommandant (Kdt.)   Oberlöschmeister (OLM)
Zugführer (ZF)   Löschmeister (LM)
Gruppenführer (GF)   Hauptfeuerwehrmann (HFM)
Staffelführer (TF)   Oberfeuerwehrmann (OFM)
Truppführer (TF)   Feuerwehrmann (FM)
Truppmann (TM)   Feuerwehranwärter (FA)

Hinweise:
1) Für männlich und weibliche Aktive gelten die gleichen Bezeichnungen; sowohl bei den Dienststellungen als auch bei den Dienstgraden.
2) Der Dienstgrad ist nicht mit der (in obiger Graphik auf gleicher Ebene dargestellten) Dienststellung verbunden. (Mögliche) Dienstgrade sind von der Größe der Feuerwehr abhängig.

 

 

 

   
© Feuerwehr Heßdorf